Yogatherapie
Der Begriff Yoga bedeutet „Verbindung“ oder „Vereinigung“ und beschreibt den Weg zur Einheit von individuellem und universellem Selbst. Ziel ist es, den Geist zu klären und zu einer tieferen Erkenntnis des eigenen Seins zu gelangen. In der indischen Philosophie wird dieser Zustand als Erkennen der Wahrheit verstanden – ein Bewusstseinszustand, in dem sich der Mensch von Ichbezogenheit und leidverursachenden Mustern löst.
Die Yogapraxis basiert auf drei zentralen Säulen:
• Āsanas – körperliche Haltungen
• Prāṇayāma – Atemtechniken
• Meditation – geistige Sammlung und Achtsamkeit oder
Śavāsana – das zur Ruhe kommen des Geistes
Erst das Zusammenspiel dieser drei Elemente macht Yoga in seiner Ganzheit aus.
Die Āsanas stärken den Körper, verbessern die Beweglichkeit und fördern die Durchblutung. Sie richten die Wirbelsäule auf, aktivieren den Stoffwechsel und unterstützen die natürlichen Ausscheidungsprozesse.
Prāṇayāma reguliert den Atem und damit den Energiefluss, prāṇa, im Körper. Dies wirkt sich sowohl auf die körperliche Vitalität als auch auf die mentale Klarheit aus.
Meditation und die Totenstellung, Shavasana, helfen den Geist zu beruhigen, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken und ein vertieftes Bewusstsein für den eigenen Körper und das eigene Sein zu entwickeln.
